Deutsche Agrar Aktiengesellschaft – 34. Ordentliche Hauptversammlung ( am 19. Juli 2024, um 11:00 Uhr)

Deutsche Agrar Aktiengesellschaft

Algermissen

Amtsgericht Hildesheim, HRB 1881

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir laden Sie hiermit zur

34. Ordentlichen Hauptversammlung
der Deutsche Agrar Aktiengesellschaft

am Freitag, den 19. Juli 2024, um 11:00 Uhr (MESZ) ein.

Die Hauptversammlung findet als physische Hauptversammlung in den Räumen der Deutsche Agrar Aktiengesellschaft (auch die „Gesellschaft“) in der Speicherstraße 3, 31191 Algermissen, statt. Dies ist der Ort der Hauptversammlung im Sinne des Aktiengesetzes (AktG).

I.

Tagesordnung

Tagesordnungspunkt 1:
Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 nebst dem Lagebericht und dem Bericht des Aufsichtsrats

Tagesordnungspunkt 2:
Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzergebnisses für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, das Bilanzergebnis auf neue Rechnung vorzutragen

Tagesordnungspunkt 3:
Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden und damit folgenden Mitgliedern des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen:

a)

Herrn Paul Weiterer und

b)

Herrn Gustav Bartels.

Die Abstimmung erfolgt im Wege der Einzelentlastung.

Tagesordnungspunkt 4:
Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden und damit folgenden Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen:

a)

Frau Anna Weiterer,

b)

Frau Beate Weiterer und

c)

Herrn Gustav-Hendrik Bartels.

Die Abstimmung erfolgt im Wege der Einzelentlastung.

Tagesordnungspunkt 5:
Beschlussfassung über die Abberufung und die Neuwahl der Mitglieder des Aufsichtsrats

5.1

Abberufung

Der Aufsichtsrat schlägt vor, wie folgt zu beschließen:

Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats werden hiermit abberufen.

5.2

Neuwahl

Der Aufsichtsrat der Deutsche Agrar Aktiengesellschaft besteht gemäß den §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG, § 6 Ziffer 1 der Satzung der Gesellschaft aus drei Mitgliedern. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Hauptversammlung ist an Wahlvorschläge nicht gebunden.

Aufgrund der unter Ziffer 5.1 erfolgten Abberufung soll der Aufsichtsrat neu gewählt werden.

Gemäß § 6 Ziffer 2 der Satzung der Gesellschaft erfolgt die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das zweite Geschäftsjahr beschließt, nach dem das jeweilige Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde.

Es ist beabsichtigt, die Wahlen jeweils im Wege der Einzelwahl durchzuführen.

Der Aufsichtsrat schlägt vor, wie folgt zu beschließen:

Die folgenden Personen werden in den Aufsichtsrat gewählt:

a)

Herr Gustav Bartels, Kaufmann, wohnhaft in Laatzen,

b)

Frau Julia Bartels, Dipl. Kauffrau, wohnhaft in Hamburg, und

c)

Frau Gisela Bartels, Kauffrau, wohnhaft in Alfeld (Leine).

Die Wahl erfolgt jeweils mit Wirkung ab Beendigung der vorliegenden Hauptversammlung und für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds für das zweite Geschäftsjahr beschließt, nach dem das jeweilige Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in dem die Wahl erfolgt, nicht mit berechnet.

Tagesordnungspunkt 6:
Beschlussfassung über die Verlegung des Gesellschaftssitzes und die Neufassung der Satzung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, den Sitz der Gesellschaft von derzeit Algermissen nach Hamburg zu verlegen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, die Satzung der Gesellschaft insgesamt neu zu fassen.

Der Wortlaut der neugefassten Satzung der Gesellschaft soll im Wesentlichen wie folgt lauten:

I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

1.

FIRMA, SITZ UND GESCHÄFTSJAHR

1.1

Die Aktiengesellschaft führt die Firma

Deutsche Agrar Aktiengesellschaft.
1.2

Der Sitz der Gesellschaft ist Hamburg.

1.3

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2.

GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

2.1

Gegenstand des Unternehmens ist die Gründung, der Erwerb, die Veräußerung, der Besitz und die Verwaltung von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen aller Art, insbesondere Agrarhandelsunternehmen und Unternehmen im Bereich der regenerativen Energien, sowie deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung; ferner der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Grundbesitz einschließlich dessen Vermietung und Verpachtung.

2.2

Die Gesellschaft ist berechtigt, Waren aller Art, insbesondere Agrarerzeugnisse und Waren im Bereich der regenerativen Energien, zu handeln und zu produzieren sowie diese weiterzubearbeiten.

2.3

Die Gesellschaft ist darüber hinaus zur Vornahme aller Geschäfte und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten.

3.

BEKANNTMACHUNGEN

Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen ausschließlich im Bundesanzeiger, soweit nicht gesetzlich zwingend etwas anderes vorgeschrieben ist.

II. GRUNDKAPITAL UND AKTIEN

4.

HÖHE UND EINTEILUNG DES GRUNDKAPITALS, AKTIENURKUNDEN

4.1

Das Grundkapital beträgt EUR 7.467.238,97 (in Worten: Euro sieben Millionen vierhundertsiebenundsechzigtausendzweihundertachtunddreißig und siebenundneunzig Cent). Es ist eingeteilt in 292.093 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag.

4.2

Die Form der Aktienurkunden setzt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

4.3

Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist ausgeschlossen. Ebenso ist der Anspruch des Aktionärs auf Ausgabe von Gewinnanteil- und Erneuerungsscheinen ausgeschlossen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Urkunden über einzelne Aktien (Einzelurkunden) oder über mehrere Aktien (Sammelurkunden) auszustellen.

4.4

Trifft im Falle einer Kapitalerhöhung der Erhöhungsbeschluss keine Bestimmung darüber, ob die neuen Aktien auf den Inhaber oder auf den Namen lauten sollen, dann lauten sie ebenfalls auf den Namen.

4.5

Die Übertragung von Aktien durch Rechtsgeschäft unter Lebenden bedarf der schriftlichen Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Der Zustimmung bedarf es nicht bei Übertragungen auf Angehörige im Sinne von § 15 Abgabenordnung.

III. VORSTAND

5.

ZUSAMMENSETZUNG UND GESCHÄFTSORDNUNG

5.1

Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus mindestens einer Person. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden.

5.2

Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

5.3

Die Beschlüsse des Vorstands werden mit einfacher Stimmenmehrheit der an der Beschlussfassung teilnehmenden Mitglieder des Vorstands gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend Einstimmigkeit vorsieht. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag, wenn der Vorstand aus mehr als zwei Personen besteht.

5.4

Der Aufsichtsrat kann eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen. Der Geschäftsverteilungsplan des Vorstands bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

5.5

Mit den Mitgliedern des Vorstands sind schriftliche Dienstverträge abzuschließen. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und Kündigung der Dienstverträge einem Aufsichtsratsausschuss übertragen.

6.

GESCHÄFTSFÜHRUNG UND VERTRETUNG

6.1

Die Mitglieder des Vorstands haben die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand und des Geschäftsverteilungsplans zu führen.

6.2

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Vorstandsmitglieder einzelvertretungsbefugt sind.

6.3

Der Aufsichtsrat kann alle oder einzelne Vorstandsmitglieder generell oder für den Einzelfall von dem Verbot der Mehrfachvertretung gem. § 181 2. Alt. BGB befreien; § 112 AktG bleibt unberührt.

6.4

Der Aufsichtsrat hat zu bestimmen, dass bestimmte Arten von Geschäften seiner Zustimmung bedürfen. Der Aufsichtsrat kann widerruflich die Zustimmung zu einem bestimmten Kreis von Geschäften allgemein oder für den Fall, dass das einzelne Geschäft bestimmten Bestimmungen genügt, im Voraus erteilen.

IV. AUFSICHTSRAT

7.

ZUSAMMENSETZUNG UND AMTSZEIT

7.1

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern.

7.2

Aufsichtsratsmitglieder werden längstens für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet. Die Hauptversammlung kann bei der Wahl eine kürzere Amtszeit bestimmen. Eine Wiederwahl ist möglich.

7.3

Gleichzeitig mit den Aufsichtsratsmitgliedern können für ein oder für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder Ersatzmitglieder bestellt werden. Sie werden nach einer bei der Wahl festzulegenden Reihenfolge Mitglieder des Aufsichtsrats, wenn Aufsichtsratsmitglieder, als deren Ersatzmitglieder sie gewählt wurden, vor Ablauf der Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, ohne dass ein Nachfolger bestellt ist. Tritt ein Ersatzmitglied an die Stelle des Ausgeschiedenen, so erlischt sein Amt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens mit Ablauf der restlichen Amtszeit des Ausgeschiedenen. War das infolge der Nachwahl ausgeschiedene Ersatzmitglied für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder bestellt worden, lebt seine Stellung als Ersatzmitglied wieder auf; unter mehreren bestellten Ersatzmitgliedern nimmt es die erste Position ein.

7.4

Die Wahl des Nachfolgers eines vor Ablauf seiner Amtszeit ausgeschiedenen Mitglieds erfolgt nur für den Rest der Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds.

7.5

Die Mitglieder des Aufsichtsrats können vor Ablauf ihrer Amtszeit durch einen mit Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmen zu fassenden Beschluss der Hauptversammlung abberufen werden.

7.6

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats kann sein Amt unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten ohne wichtigen Grund durch eine an den Vorstand unter Benachrichtigung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats in Textform gerichtete Erklärung niederlegen. Das Recht zur Amtsniederlegung aus wichtigem Grund bleibt hiervon unberührt.

8.

VORSITZENDER UND STELLVERTRETER

8.1

Der Aufsichtsrat wählt im Anschluss an die Hauptversammlung, in der die Aufsichtsratsmitglieder gewählt worden sind, in einer ohne besondere Einberufung stattfindenden Sitzung aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und eine oder mehrere Stellvertreter für die Amtsdauer der Gewählten oder einen kürzeren vom Aufsichtsrat bestimmten Zeitraum. Stellvertreter haben die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, wenn dieser verhindert ist. Unter mehreren Stellvertretern gilt die bei ihrer Wahl bestimmte Reihenfolge.

8.2

Scheidet der Vorsitzende oder einer seiner Stellvertreter vorzeitig aus seinem Amt aus, so hat der Aufsichtsrat unverzüglich eine Neuwahl für die restliche Amtszeit des Ausgeschiedenen vorzunehmen.

9.

SITZUNGEN UND EINBERUFUNG

9.1

Der Aufsichtsrat muss zwei Sitzungen im Kalenderhalbjahr abhalten. Der Aufsichtsrat kann beschließen, dass eine Sitzung im Kalenderhalbjahr abzuhalten ist. Er hat ferner Sitzungen dann abzuhalten, wenn es gesetzlich erforderlich ist oder sonst im Interesse der Gesellschaft geboten erscheint. Zur Durchführung der Sitzung des Aufsichtsrats, die über die Billigung des Jahresabschlusses entscheidet, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats zusammenzutreten (Präsenzsitzung).

9.2

Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit einer Frist von vierzehn Tagen unter Bestimmung der Form der Sitzung schriftlich einberufen. Bei der Berechnung der Frist werden der Tag der Absendung der Einladung und der Tag der Sitzung nicht mitgerechnet. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende diese Frist angemessen verkürzen und mündlich, fernmündlich, per Telefax, per E-Mail oder mittels sonstiger gebräuchlicher Telekommunikationsmittel einberufen.

9.3

Mit der Einberufung sind die Gegenstände der Tagesordnung mitzuteilen. Ist ein Gegenstand der Tagesordnung nicht ordnungsgemäß angekündigt worden, darf hierüber nur beschlossen werden, wenn kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht. Abwesenden Aufsichtsratsmitgliedern ist in einem solchen Fall Gelegenheit zu geben, binnen einer vom Vorsitzenden zu bestimmenden angemessenen Frist der Beschlussfassung zu widersprechen oder ihre Stimme schriftlich, per Telefax, per E-Mail oder mittels sonstiger gebräuchlicher Telekommunikationsmittel abzugeben. Der Beschluss wird erst wirksam, wenn die abwesenden Aufsichtsratsmitglieder innerhalb der Frist nicht widersprochen oder wenn sie zugestimmt haben.

10.

BESCHLUSSFASSUNG

10.1

Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in Sitzungen gefasst.

10.2

Beschlussfassungen können auf Anordnung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats auch mündlich, fernmündlich, schriftlich, per Telefax, per E-Mail oder mittels sonstiger gebräuchlicher Telekommunikationsmittel, insbesondere per Videokonferenz, erfolgen, wenn kein Mitglied diesem Verfahren innerhalb einer vom Vorsitzenden bestimmten angemessenen Frist widerspricht; ein Widerspruchsrecht besteht nicht, wenn die Beschlussfassung in der Weise durchgeführt wird, dass die daran teilnehmenden Mitglieder des Aufsichtsrats im Wege der Telekommunikation im Sinne allseitigen und gleichzeitigen Sehens und Hörens miteinander in Verbindung stehen und den Beschlussgegenstand erörtern können.

10.3

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder geladen sind und an der Beschlussfassung alle drei Mitglieder teilnehmen. Ein Mitglied nimmt auch dann an der Beschlussfassung teil, wenn es sich in der Abstimmung der Stimme enthält.

10.4

Abwesende Aufsichtsratsmitglieder können an Beschlussfassungen des Aufsichtsrats dadurch teilnehmen, dass sie durch andere Aufsichtsratsmitglieder schriftliche Stimmabgaben überreichen lassen. Darüber hinaus können abwesende Aufsichtsratsmitglieder ihre Stimme während der Sitzung oder nachträglich innerhalb einer vom Leiter der Sitzung zu bestimmenden angemessenen Frist mündlich, fernmündlich, per Telefax, per E-Mail oder mittels sonstiger gebräuchlicher Telekommunikationsmittel, insbesondere per Videozuschaltung, abgeben, sofern kein in der Sitzung anwesendes Aufsichtsratsmitglied widerspricht; ein Widerspruch kann jedoch nicht erhoben werden, wenn das abwesende und die anwesenden Aufsichtsratsmitglieder untereinander im Wege allseitigen und gleichzeitigen Sehens und Hörens in Verbindung stehen und den Beschlussgegenstand erörtern können.

10.5

Beschlüsse des Aufsichtsrats werden, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Dabei gilt Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrats oder, falls dieser nicht an der Beschlussfassung teilnimmt, die Stimme des Stellvertreters den Ausschlag.

10.6

Der Aufsichtsratsvorsitzende ist ermächtigt, im Namen des Aufsichtsrats die zur Durchführung der Beschlüsse des Aufsichtsrats erforderlichen Willenserklärungen abzugeben. Zur Entgegennahme von Erklärungen für den Aufsichtsrat ist der Vorsitzende ebenfalls befugt.

10.7

Über die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats sind Niederschriften anzufertigen, die vom Vorsitzenden der Sitzung oder bei Abstimmungen außerhalb von Sitzungen vom Leiter der Abstimmung zu unterzeichnen und allen Mitgliedern zuzuleiten sind.

11.

GESCHÄFTSORDNUNG UND ÄNDERUNG DER SATZUNGSFASSUNG

11.1

Der Aufsichtsrat kann sich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen dieser Satzung eine Geschäftsordnung geben.

11.2

Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

12.

VERGÜTUNG

12.1

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 500,00 je Aufsichtsratssitzung. Der Vorsitzende erhält das Zweifache dieses Betrags, Satz 1 und Satz 2 gelten für Ausschusssitzungen entsprechend. Zusätzlich erhält der Aufsichtsratsvorsitzende eine monatliche pauschale Vergütung von EUR 2.000,00.

12.2

Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet.

V. HAUPTVERSAMMLUNG

13.

ORT UND EINBERUFUNG

13.1

Der Aufsichtsrat bestimmt den Ort der Hauptversammlung, der im Einzugsbereich der Gesellschaft oder einer anderen deutschen Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern liegen soll.

13.2

Der Vorstand wird längstens für die Zeit von fünf Jahren ab Eintragung dieser Satzung zum Handelsregister ermächtigt, vorzusehen, dass die Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten am Ort der Hauptversammlung abgehalten wird (virtuelle Hauptversammlung).

13.3

Die Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres statt.

13.4

Die Hauptversammlung wird durch den Vorstand oder in den gesetzlich vorgeschriebenen Fällen durch den Aufsichtsrat einberufen.

13.5

Die Einberufung der Hauptversammlung erfolgt durch einmalige Bekanntmachung im elektronischen Bundesanzeiger mit den gesetzlich erforderlichen Angaben. Die Hauptversammlung ist mindestens 30 Tage vor dem Tag der Versammlung einzuberufen. Der Tag der Versammlung und der Tag der Einberufung sind nicht mitzurechnen. Die Einberufungsfrist verlängert sich um die Tage der Anmeldefrist gemäß Ziffer 14.

13.6

Außerordentliche Hauptversammlungen sind einzuberufen, wenn es das Wohl der Gesellschaft erfordert.

14.

TEILNAHMERECHT

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister der Gesellschaft eingetragen sind und ihre Teilnahme an der Hauptversammlung spätestens am dritten Tage vor der Versammlung anmelden. Fällt dieser Tag auf einen Sonnabend, Sonntag oder einem am Sitz der Gesellschaft staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, so kann die Anmeldung noch am folgenden Werktag vorgenommen werden. Die Anmeldung zur Hauptversammlung hat in Textform zu erfolgen.

15.

VORSITZ IN DER HAUPTVERSAMMLUNG, TEILNAHME DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

15.1

Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder im Fall seiner Verhinderung ein anderes vom Aufsichtsrat zu bestimmendes Aufsichtsratsmitglied der Aktionäre.

15.2

Der Vorsitzende leitet die Versammlung. Er bestimmt die Reihenfolge, in der die Gegenstände der Tagesordnung verhandelt werden, sowie die Art und Reihenfolge der Abstimmungen. Er kann das Frage- und Rederecht der Aktionäre, im Fall einer virtuellen Hauptversammlung zudem ihr Nachfragerecht und ihr Fragerecht zu neuen Sachverhalten, zeitlich angemessen beschränken; er kann insbesondere den zeitlichen Rahmen des Versammlungsverlaufs, der Aussprache zu den Tagesordnungspunkten sowie des einzelnen Rede- oder Fragebeitrags angemessen festsetzen.

15.3

Die Teilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats an der Hauptversammlung darf im Wege der Bild- und Tonübertragung erfolgen, wenn die persönliche Teilnahme am Ort der Hauptversammlung nicht möglich ist, weil sich das Aufsichtsratsmitglied aus wichtigem Grund im Ausland aufhält.

16.

BESCHLUSSFASSUNG, NIEDERSCHRIFT

16.1

Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht das Gesetz oder diese Satzung zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben.

16.2

Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

16.3

Das Stimmrecht kann durch Bevollmächtigte ausgeübt werden. Die Vollmacht ist in Textform zu erteilen. Die Einzelheiten bestimmt die Gesellschaft. Sie werden mit der Einberufung der Hauptversammlung bekannt gemacht.

16.4

Über die Verhandlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu unterzeichnen ist, soweit nicht nach den gesetzlichen Vorschriften eine notarielle Niederschrift zu erfolgen hat.

VI. SONSTIGES

17.

SALVATORISCHE KLAUSEL

Ist eine Bestimmung dieser Satzung unwirksam oder sollten sich in dieser Satzung Lücken herausstellen, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen der Satzung nicht berührt. Die Aktionäre sind verpflichtet, anstelle der unwirksamen Bestimmungen oder zur Ausfüllung einer Lücke im Rahmen des rechtlich Zulässigen eine Regelung zu vereinbaren, die dem am nächsten kommt, was die Aktionäre nach dem Sinn dieser Satzung gewollt haben oder, hätten sie die Unwirksamkeit oder die Lücke bedacht, gewollt haben würden.

II.

Weitere Angaben und Hinweise zur Hauptversammlung

1.

Unterlagen zur Tagesordnung

Ab Einberufung der Hauptversammlung werden in den Geschäftsräumen der Gesellschaft, Speicherstraße 3, 31191 Algermissen, insbesondere folgende Unterlagen zugänglich gemacht:

der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

der Lagebericht sowie

der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzergebnisses für das Geschäftsjahr 2023

Sämtliche vorgenannten Unterlagen werden auch während der Hauptversammlung vor Ort zugänglich sein.

2.

Anmeldung

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind und die sich bei der Gesellschaft so rechtzeitig angemeldet haben, dass der Gesellschaft die Anmeldung bis spätestens Montag, 15. Juli 2024, 24:00 Uhr (MESZ), zugeht. Umschreibungen im Aktienregister werden vom 16. Juli 2024, 0:00 Uhr (MESZ), bis einschließlich 19. Juli 2024, 24:00 Uhr (MESZ), nicht vorgenommen, sondern erst mit Wirkung nach der Hauptversammlung vollzogen.

Die Anmeldung zur Hauptversammlung ist an die Gesellschaft zu richten. Die Anmeldung ist formlos möglich und kann über eine der nachstehenden Kontaktadressen erfolgen:

Deutsche Agrar Aktiengesellschaft
Speicherstraße 3
31191 Algermissen
oder per E-Mail unter info@weiterer.de

Zur leichteren Identifizierung der Aktionäre bitten wir Sie, in der Anmeldung den vollständigen Namen des Aktionärs und seine Aktionärsnummer anzugeben.

Die Aktien werden durch eine Anmeldung zur Hauptversammlung nicht blockiert; Aktionäre können deshalb über ihre Aktien auch nach erfolgter Anmeldung weiterhin verfügen.

Alle Aktionäre, die spätestens zu Beginn des 21. Tages vor der Hauptversammlung, also am Freitag, den 28. Juni 2024, 0:00 Uhr (MESZ), im Aktienregister eingetragen sind, sowie die Aktionäre und Intermediäre, welche die Mitteilung verlangt haben, und die Vereinigungen von Aktionären, welche die Mitteilung verlangt oder die in der letzten Hauptversammlung Stimmrechte ausgeübt haben, erhalten von der Gesellschaft eine Mitteilung über die Einberufung der Hauptversammlung gemäß § 125 Abs. 2 und Abs. 5 AktG („Mitteilung“).

3.

Stimmrechtsausübung durch Bevollmächtigte

In der Hauptversammlung kann das Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Soweit die Vollmacht nicht einem Kreditinstitut oder einem gleichgestellten Institut, einer Aktionärsvereinigung oder einer nach § 135 Abs. 8 AktG gleichgestellten Person erteilt wird, bedürfen die Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft der Textform. Für den Nachweis der Bevollmächtigung genügt die elektronische Übermittlung an die unter Ziffer II.2 genannte E-Mail-Adresse.

4.

Datenschutzrechtliche Informationen für Aktionäre, Aktionärsvertreter und Gäste

Seit dem 25. Mai 2018 gelten mit der Verordnung (EU) 2016/​679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/​46/​EG (nachfolgend „Datenschutz-Grundverordnung“ genannt) europaweit einheitliche datenschutzrechtliche Vorschriften. Mit den nachfolgenden Hinweisen informieren wir Sie über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch die Gesellschaft und die Ihnen nach dem Datenschutzrecht zustehenden Rechte anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft.

Verantwortliche

Sie erreichen die Gesellschaft als Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 der Datenschutz-Grundverordnung unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:

Deutsche Agrar Aktiengesellschaft
Speicherstraße 3
31191 Algermissen
oder per E-Mail unter info@weiterer.de

Die Gesellschaft wird gesetzlich vertreten durch den Vorstand.

Verarbeitung personenbezogener Daten

Die Gesellschaft verarbeitet personenbezogene Daten:

Persönliche Daten (z.B. Name des Aktionärs, Aktionärsvertreters oder Gastes)

Kontaktdaten (z.B. Anschrift des Aktionärs, Aktionärsvertreters oder Gastes)

Informationen über die Aktien (z.B. Aktienanzahl, Aktiengattung, Besitzart der Aktien)

Verwaltungsdaten (z.B. Aktienregisternummer, Nummer der Eintrittskarte)

auf Grundlage der geltenden Datenschutzbestimmungen, um den Aktionären, Aktionärsvertretern und Gästen die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie den Aktionären und Aktionärsvertretern die Ausübung ihrer Rechte im Rahmen der Hauptversammlung zu ermöglichen.

Soweit die personenbezogenen Daten nicht von den Aktionären und Aktionärsvertretern im Rahmen der Anmeldung zur Hauptversammlung angegeben wurden, übermittelt die depotführende Bank oder ein in den Anmeldevorgang eingebundener Dritter die personenbezogenen Daten der Aktionäre oder Aktionärsvertreter an die Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist rechtlich verpflichtet, die Hauptversammlung nach Maßgabe des Aktiengesetzes durchzuführen. Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten erfolgt ausschließlich für die Abwicklung Ihrer Teilnahme an der Hauptversammlung, zur Erstellung des Teilnehmerverzeichnisses und der Stimmunterlagen, zur Erstellung der Niederschrift über den Verlauf der Hauptversammlung sowie der Erfüllung aktiengesetzlicher Pflichten der Gesellschaft nach Durchführung der Hauptversammlung und auch insoweit nur in dem zur Erreichung dieses Zwecks zwingend erforderlichen Maße. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 Satz 1 c) der Datenschutz-Grundverordnung.

Speicherdauer

Die Gesellschaft speichert diese personenbezogenen Daten aufgrund gegenwärtiger gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für einen Zeitraum von zehn Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem die Hauptversammlung stattfand. Im Einzelfall kann es zu einer längeren Speicherung der personenbezogenen Daten kommen, wenn die weitere Verarbeitung der Daten noch zur Bearbeitung von Anträgen, Entscheidungen oder rechtlichen Verfahren in Bezug auf die Hauptversammlung notwendig ist.

Weitergabe an Dritte

Auf der Hauptversammlung können andere Aktionäre der Gesellschaft und deren Vertreter die im Teilnehmerverzeichnis nach § 129 AktG zu Ihrer Person erfassten Daten einsehen.

Hinsichtlich der Übermittlung personenbezogener Daten an Dritte im Rahmen einer Bekanntmachung von Aktionärsverlangen auf Ergänzung der Tagesordnung sowie von Gegenanträgen und Wahlvorschlägen von Aktionären wird auf die vorstehenden Erläuterungen verwiesen.

Die Gesellschaft kann verpflichtet sein, personenbezogene Daten an weitere Empfänger zu übermitteln, die die personenbezogenen Daten in eigener Verantwortung verarbeiten (Art. 4 Nr. 7 der Datenschutz-Grundverordnung), insbesondere an öffentliche Stellen wie die zuständige Aufsichtsbehörde.

Rechte als Betroffener

Die Aktionäre, Aktionärsvertreter und Gäste haben jederzeit das Recht:

auf Antrag eine Auskunft über die von der Gesellschaft verarbeiteten, ihre Person betreffenden personenbezogenen Daten im Umfang des Art. 15 der Datenschutz-Grundverordnung zu erhalten („Auskunftsrecht“);

die unverzügliche Berichtigung bzw. Vervollständigung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gemäß Art. 16 der Datenschutz-Grundverordnung zu verlangen, sofern diese unrichtig oder unvollständig sein sollten („Recht auf Berichtigung“);

unter den in Art. 17 der Datenschutz-Grundverordnung beschriebenen Voraussetzungen von der Gesellschaft die Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten zu verlangen („Recht auf Löschung“);

von der Gesellschaft die Einschränkung der Verarbeitung nach Maßgabe des Art. 18 der Datenschutz-Grundverordnung zu verlangen und Widerspruch gegen bestimmte Verarbeitungen zu erheben („Recht auf Einschränkung der Verarbeitung“ und „Widerspruchsrecht“);

ihre Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten und diese Daten auf einen anderen Verantwortlichen zu übertragen („Recht auf Datenübertragbarkeit“) und

gemäß Art. 7 Abs. 3 der Datenschutz-Grundverordnung ihre einmal erteilte Einwilligung jederzeit gegenüber uns zu widerrufen. Dies hat zur Folge, dass wir die Datenverarbeitung, die auf dieser Einwilligung beruhte, für die Zukunft nicht mehr fortführen dürfen.

Die Aktionäre können ihre Rechte gegenüber der Gesellschaft unentgeltlich über die folgenden Kontaktdaten geltend machen:

Deutsche Agrar Aktiengesellschaft
Speicherstraße 3
31191 Algermissen
oder per E-Mail unter info@weiterer.de

Ebenfalls steht den Aktionären, Aktionärsvertretern und Gästen gemäß Art. 77 der Datenschutz-Grundverordnung das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes zu, wenn sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen das anwendbare Datenschutzrecht verstößt. Die für die Gesellschaft zuständige Aufsichtsbehörde ist:

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
Prinzenstraße 5
30159 Hannover
poststelle@lda.niedersachsen.de

 

Algermissen, im Juni 2024

Deutsche Agrar Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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